Neuerscheinungen: Literatur

Jüdisches Gebetbuch Hebräisch-Deutsch. Werktage und Schabbat: Band 1, Hg. von Andreas Nachama und Jonah Sievers, 2009, 240S., Gütersloher Verlagshaus

Das Herz jüdischer Glaubenspraxis - für den gemeindlichen oder privaten Gebrauch - die Gebetstexte durch das jüdische Jahr in einer zeitgemäßen, leicht verständlichen Übertragung- Klar gegliedert und übersichtlich gestaltet

Ein Gebetbuch ist der öffentlichste und zugleich der intimste Ausdruck jüdischer Wertvorstellungen und Erfahrungen. Es ist der beste Zugang, um einen Einblick in die Seele des jüdischen Glaubens zu erhalten, ist aber gleichzeitig auch ein Zeugnis der täglichen Kämpfe, die in dieser Seele stattfinden. In diesem dreibändigen Jüdischen Gebetbuch eröffnet sich die reiche Tradition des jüdischen Gottesdienstes in einer leicht erschließbaren Form und einer ausdrucksvollen deutschen Übersetzung, die die poetische Sprachkraft des Originals bewahrt. Es ist die wesentliche Grundlage der jüdischen Glaubenspraxis, das die Gebetstexte durch das gesamte jüdische Jahr zugänglich macht. Der jetzt erscheinende erste Band versammelt die Gebete für Werktage und Schabbat. Band 2 und 3 erscheinen 2010 und enthalten Pessach, Schawuot und Sukkot sowie Rosch Haschana (Neujahrsfest) und Jom Kippur (Versöhnungstag).

Über den Autor

Andreas Nachama, geboren 1951, Dr. theol., ist Geschäftsführender Direktor der "Stiftung Topographie des Terrors". Rabbiner der Synagogengemeinde Berlin Sukkat Schalom und nebenamtlich Professor für Holocaust Studies und Toleranz am Touro College Berlin/New York. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Juden in Berlin sowie Gebetbücher für die Synagogen Hüttenweg und Pestalozzistraße in Berlin. Jonah Sievers, geboren 1971, ist Gemeinderabbiner in Braunschweig und betreut weitere Gemeinden in Niedersachsen.



Brenner, Michael, Höpfinger Renate (Hg.), Die Juden in der Oberpfalz, September 2008, 304 S., Oldenbourg Verlag

Kurzbeschreibung:

Die erste Dokumentation der Oberpfalz als ein Zentrum deutsch-jüdischen Lebens vom Mittelalter bis in die heutige Zeit

In der Oberpfalz gibt es seit dem Mittelalter ein reichhaltiges jüdisches Leben, das der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Regensburg gehörte zu den bedeutendsten Zentren jüdischer Gelehrsamkeit im Mittelalter, in der Frühen Neuzeit entstand in Sulzbach eine der wichtigsten hebräischen Druckereien Europas, und in Floß bestand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine geschlossene jüdische Siedlung auf dem Judenberg. Flossenbürg wurde im 20. Jahrhundert zu einem Symbol für die Auslöschung jüdischen Lebens. Und doch wuchsen nach dem Holocaust in Regensburg, Amberg und Weiden neue jüdische Gemeinden heran, deren Zukunft seit den neunziger Jahren durch Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion wieder gesichert erscheint.

Über den Autor

Dr. Michael Brenner, geb. 1964 in Weiden/Opf., ist o. Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwigs-Maximilians-Universität München.

Dr. Renate Höpfinger ist Leiterin des Archivs für Christlich-Soziale Politik, der Politisch-Historischen Fachbibliothek und der Informations- und Dokumentationsstelle der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. sowie stellvertretende Leiterin der Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung e.V.