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3. Wo erscheint der Begriff Lehrhaus erstmals?


Im Alten Testament, im Buch Jesus Sirach 51,23: Kehrt bei mir ein, ihr Unwissenden, verweilt in meinem Lehrhaus (en oiko paideias).

Manche Ausleger meinen, das hier angesprochene Lehrhaus der Schriftgelehrten stünde bildhaft für die Weisheitslehre. Damit kommt es auch unserem virtuellen Lehrhaus entgegen.

Später wird im Judentum der Begriff Lehrhaus terminus technicus für Bet hamidrasch („Haus des Studiums“), für Gelehrtenschule und für Jeschiwa (Talmudschule).

„Das Allerheiligste ist im rabbinischen Judentum aber das Lehrhaus (Bet-HaMidrasch). Das Judentum wurde einmal treffend als „The Religion of Lernen“ (S.C. Heilman) bezeichnet und die Titel aller Quellen des Judentums – Tora, Talmud, Mischna, Gemara, Midrasch, Mischne Tora, Mischna Brura usw. bedeuten Lehre oder Lernen.“ (Daniel Krochmalnik, Allgemeine Vorüberlegungen zu Bildungsstandards für den jüdischen Religionsunterricht in der Primarstufe und in den beiden Sekundarstufen. Hochschule für Jüdische Studien, 2006, Aufsatz als pdf-datei: http://www.hfjs.uni-heidelberg.de/forschung/projekte/kbk-vor%C3%BCberlegungen%20bildungsstandards.pdf.)

Ein virtuelles Lehrhaus kann heute jedenfalls viele Menschen zusammenbringen, zunächst virtuell, dann vielleicht auch real.